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Es war einmal…1000 und 1 Nacht

Es war einmal… so beginnen alle Märchen.
Der Versuch verschiedene Stilrichtungen zu gruppieren und unter einen Hut zu bekommen scheint manchmal unmöglich aber wenn es gelingt hat es Klasse. Nur ein paar gut ausgewählte Elemente können die Atmosphäre eines Raumes verändern, sei es eine antike Lampe, ein futuristischer Sessel oder eine antike Schreibmaschine. Miteinander gepaart drücken sie dem Raum ihren eigenen Charakter auf. Wenn die Wände dann auch noch die richtige Tapete bekommen, ist das Ergebnis einzigartig. Allerdings darf man sich nicht in Kleinigkeiten verlieren, das Ergebnis muss kohärent und erkennbar sein.
Der funktionelle und futuristische Retrostyle der 50er bis 70er Jahre und der Vintagestyle der 20er Jahre ergänzen sich gezielt und sparsam eingesetzt ganz wunderbar.

Der schwarze Rollkragenpullover aus Kaschmirwolle

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Der schwarze Rollkragenpullover aus Kaschmirwolle war in den 1960er Jahren DAS Kleidungsstück der jungen linken Intellektuellen. Wer etwas auf sich hielt, trug dazu enge Röhrenhosen und flache Schuhe. Man ging in die Kellerkneipen, wo die jungen Leser von Jean-Paul Sartre und Albert Camus verkehrten.

Lana Turner war es, die mit ihrem Debüt in „Der dritte Grad“ als sexy Schulmädchen den Rollkragenpullover so populär machte, dass auch die Strickwarenindustrie davon profitierte. Jede Amerikanerin wollte nun einen in ihrem Kleiderschrank haben.

Aber auch die Prominenz liebt ihn, schließlich verdeckt er gekonnt die Falten am Hals, betont das Gesicht und lenkt nicht von den Augen ab. David Mamet hat Recht, wenn er ihn ein perfektes Kleidungsstück nennt. Man kann ihn einfach nicht mehr verbessern.

Foto: Uma Thurman 2008 in ´Zufällig verheiratet´

 

Ein Stuhl ist ein Stuhl ist ein Stuhl…

Ein Stuhl ist ein Stuhl ist ein Stuhl….

Gibt es Unterschiede und wenn ja worin bestehen diese Unterschiede?

Grundsätzlich hat ein Stuhl eine Sitzfläche, eine Rückenlehne und natürlich Beine in unterschiedlichen Ausführungen.

Aber wir unterscheiden zwischen dem zeitlosen und dem modernen Interieur. Zeitlose Möbelklassiker verlieren nie an Charme und Ausstrahlung. Wer sich für sie entscheidet, liebt die edle Beständigkeit.

Modernes Interieur besteht aus häufig und schnell wechselnden Trends  und sorgt damit für immer neue, frische Aspekte in den vier Wänden.

Wer beides mischt und gekonnt einsetzt macht es richtig. Dann wirkt die Einrichtung  weder staubig noch unterkühlt. Aber Vorsicht, auch hier ist weniger mehr. Das Mischen von unterschiedlichen Stühlen in friedlicher Coexistenz bringt Spannung an den Tisch und in den Raum wenn nicht mehr als zwei Epochen sich diesen teilen. Probieren Sie es aus.

Warum man die skandinavischen Frauen um ihren Stil beneidet

 

Schlecht angezogene Frauen sind auf den Straßen von Kopenhagen, Oslo oder Stockholm eher die Ausnahme. Was also können die Skandinavierinnen was so viele Deutsche nicht schaffen? Beim Anblick von Street-Style-Fotos aus dem Norden Europas kann man sich schnell langweilig angezogen fühlen. Klar gibt es in Deutschland auch Frauen, die gekonnt mit ihrem Styling spielen und sofort abgelichtet werden, wenn sie eine Modenschau besuchen. Ein Grund für Modeneid muss das aber nicht sein, man kann sich die besten Kniffe ja einfach abschauen.

Den Fokus auf die Taille setzen. Mit einem Gürtel der um einen Mantel oder ein Kleid gebunden wird bekommen Oversize-Teile sofort mehr Weiblichkeit. Das funktioniert auch bei Taillenröcken und hochsitzenden Taillenhosen.

Wichtig: Die große Kunst und oberste Regel für ein gutes Outfit ist, dass der Schnitt zur Figur passt. Daß das Kleidungsstück nicht zu eng anliegt, kneift oder einschneidet. Daß die Bluse an der Knopfleiste nicht aufspringt oder die Hose zwischen den Beinen nicht in den Schritt rutscht. Ganz generell, dass man keine Größe 36 kauft nur um eine Größe 36 zu kaufen.

In einer Farbfamilie bleiben. Skandinavierinnen  kombinieren einen Ton in mehreren Abstufungen der sich nur um Nuancen unterscheidet, z. B. Wollweiß zu einem cremigen Beige oder Dunkelgrau zu Schwarz. Wer auf der sicheren, monochromen Seite bleibt kombiniert dazu ein farbiges Accessoire. Das können Boots in einer Knallfarbe sein oder ein dezentes Braun zum schwarzen Outfit.

Hochwertige Accessoires tragen. Die Taschen sind nicht immer von Designerlabels aber dennoch aus hochwertigem Leder. Skandinavische Modevorbilder tragen nicht immer High Heels aber in jedem Fall Schuhe die gepflegt sind und deren Preis man ihnen ansieht. Heruntergelaufene Absätze sucht man dort vergebens.

Bunte Muster und Klassiker mixen. Das ist sozusagen die Königsdisziplin unter den Stylings. Die Nordeuropäerinnen beherrschen nicht nur den modischen Minimalismus. Großflächige Blumenmuster, Streifen, bunte Prints blicken einem dort entgegen. Wer in der richtigen Farbfamilie bleibt kann sich durchaus an die Kombination verschiedener Muster heranwagen. Dabei bitte aber unbedingt drauf achten, dass nur das Statementstück ein großes Muster haben darf. Trägt man z.B. ein buntes Musterkleid können die Söckchen oder Boots ebenfalls ein (kleineres) Muster haben, nicht aber der Mantel dazwischen.

Auch das ist Stil

  • Oldtimer die ihr Dasein fristen. Sie werden weder gepflegt noch ins rechte Licht gerückt. Sie stehen – keinesfalls vergessen – in einem Waldstück. Sie sind verbeult, verrostet, verrottet und faszinierend marode. Jahr für Jahr sind sie gewollt schutzlos Hitze, Kälte und Regen ausgesetzt. Sie sind in die Jahre gekommene, ungepflegte Schönheiten, die Stars von gestern die heute vor teuersten Kameras possieren. Sie könnten Geschichten erzählen, sie haben Geschichte gemacht. Sie sind Rennen gefahren, sie haben gesiegt und verloren. Sie haben einen Krieg und das darauffolgende Wirtschaftswunder erlebt, die Zeit des Rock and Roll und der Petticoats, James Dean und Elvis Presley, Adenauer und Kennedy. Sie haben mit ihrer Eleganz das Straßenbild der 30er bis 50er Jahre geprägt.

Warum heißt die „Caprihose“ eigentlich Caprihose?

Wikipedia sagt: Die Caprihose ist eine 3/4 lange, eng anliegende, am Saum geschlitzte Damenhose ohne Taschen.

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Die Caprihose war Ende der 1950/Anfang der 1960er Jahren ein modisches Wagnis, eine Revolution. Wow, eine alles andere als praktische Hose für Frauen! Wer sich damit auf die Straße traute wollte provozieren. Debatten über Anstand und Moral ließen nicht lange auf sich warten, und längst nicht jede Mutter erlaubte ihrer halbwüchsigen Tochter diese Hose in der Öffentlichkeit zu tragen. Aber am Strand zum Sonnenbaden war sie ein unbedingtes MUSS.

Tatsächlich hat die Hose, zu der später auch noch der weitschwingende Tellerrock, der breite Taillengürtel, die hochgeschlossene Bluse, der Caprihut und der Ballerina kamen, die Modewelt ganz schön aus den Angeln gehoben.

Der deutschen Modeschöpferin und Erfinderin der Caprihose, Sonja de Lennart, verdanken wir diesen Begriff, denn sie und ihre Familie reisten seit der Jahrhundertwende regelmäßig nach Italien, genauer gesagt nach…. Capri. Emilio Pucci, seines Zeichens italienischer Modedesigner, war von dieser Hose äusserst angetan, kopierte sie kurzerhand und verkaufte sie später in seiner Boutique in Italien. Seine Hose war das was wir heute ein `Plagiat´ nennen.

Wie auch immer, die Caprihose machte sehr schnell Karriere. Schauspielerinnen wie Audrey Hepburn, Anita Ekberg, Sophia Loren um nur einige zu nennen brachten diese Hose auf die Leinwände der Kinos und machten sie bis heute populär.

Ein Look war ganz besonders beliebt bei jungen, existenzialistischen Frauen. Sie gefielen sich in schwarzen Rollis, schwarzen Caprihosen, flachen Sandalen, glatten, langen Haaren und schwarz geschminkten Augen a´la Juliette Greco.

Heute hat die Caprihose immer noch die gleiche Popularität und den gleichen Schnitt. Sie wird sowohl zu Ballerinas als auch zu High Heels, Kitten Heels, Sandalen  oder Sneakers getragen.

 

„Einfach“ schön einrichten

 

 

Es kann so einfach sein, und es ist so einfach, das Einrichten deines Heims. Du brauchst dafür kein großes Geld oder ein cooles, teures Label.

Was brauchst du um dich wohl zu fühlen? Welche Farben, welche Art der Möbel, welche Stoffe erwecken in dir das gute Gefühl dich zuhause zu fühlen, dort zu leben und nicht einfach nur zu wohnen?

Oftmals können ganz bestimmte Gerüche in unserer Wohnung wiederkehrende Gefühle in uns wecken und uns damit Wohlbehagen vermitteln.
Ich kenne das. Jedesmal wenn wir in unserem zweiten Zuhause in Spanien das erstemal das Haus betreten, gibt es diesen ganz bestimmten, warmen Geruch, eine Mischung aus spanischem Waschmittel, Chlor, Olivenöl und Pinienharz. Und sofort spüre und rieche ich mein „Zuhause“. Die einfache, schlichte, weiße Einrichtung, die vielen Kissen in den Sesseln und die Bücher in den Regalen, in denen ich im Sommer zuvor  gelesen und das Ende nicht mehr geschafft hatte, tragen dazu bei mich zuhause zu fühlen.

Zuhause, das ist der Ort wo wir wir sein können. Und den sollten wir uns so schön wie möglich gestalten.

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Die kitten heels sind wieder da!

In den 1950er Jahren waren sie so ziemlich der einzige Frauenschuh, der immer und zu allen Anlässen getragen wurde, mangels Auswahl. Aber schön waren sie immer schon und sehr feminin. Mit ihren maximal 5 cm Absatzhöhe sind diese Pumps bequem und durchaus alltagstauglich. Am stylischsten sind sie mit Pfennigabsatz. Kombiniert werden sie mit skinny Jeans, einem einfarbigen Jogger oder besser noch mit einer Steghose. Keine Angst vor Strümpfen in Slingpumps. Was früher ein no go war ist heute sehr hip, Netzstrümpfe sehen klasse dazu aus. Dazu ein Sweatshirt oder ähnlich lässiges Teil. Soll der Fokus auf dem Schuh liegen, muss alles andere in den Hintergrund rücken. Ton in Ton sorgt für die nötige Zurückhaltung. So wirken sie am schönsten. Viel Spaß beim stylen 🙂

Der Bikini

Statistiken sind wie Bikinis: Was sie enthüllen ist suggestiv, aber das Entscheidende verbergen sie.

Der Bikini ist ein Kleidungsstück, wenn man ihn so nennen kann, denn er bekleidet die Trägerin ja nur partiell und gering, das seit seiner Erfindung schon sehr viel Aufsehen erregt hat und lange Zeit in der Gesellschaft nicht akzeptiert wurde. Das erste Mal tauchte er in der römischen Antike auf, um kurz darauf wieder zu verschwinden.

Dann 1946, „erfand“ der französische Ingenieur Louis Reard den zweiteiligen Badeanzug erneut. Er benannte ihn nach dem Bikini-Atoll bei den Marshallinseln, wo die USA genau zu dieser Zeit Atomtests durchführten. Er war sich sicher der Bikini würde die gleiche Sprengkraft entwickeln wie eine Bombe. Wie recht er damit doch hatte.

Jeder von uns kennt diese eine Szene  aus `James Bond 007, Stirb an einem anderen Tag`. Halle Berry stieg in ihrem legendären Bikini aus dem Meer und verführte damit Pierce Brosnan. Auch ihre Vorgängerin der 1960er Jahre, Honey Rider in `James Bond 007 jagd Dr. No` , betörte in diesem knappen Outfit wieder einen Geheimagenten, James Bond alias Sean Connery.

Baywatch, Beach Party um nur einige weitere zu nennen, machten den Bikini zu einem Requisit mit unverkennbarem Sex-Appeal, das den Erfolg dieser und vieler anderer Kinofilme sicherte. Gleichzeitig und immer noch sehr mühsam, setzte sich der Bikini auch bei Tänzerinnen und Showgirls im Fersehen durch.

Wie auch immer, der Bikini ist und bleibt ein heikles Thema für jede von uns und wir sollten immer daran denken, dass die Frau den Badeanzug anprobiert und trägt, nicht umgekehrt.

 

 

 

„Der Minirock ermöglicht es den Mädchen schneller zu laufen und eben darum müssen sie es jetzt tun“.

„Der Minirock ermöglicht es den Mädchen schneller zu laufen und eben darum müssen sie es jetzt tun“.
(John v. Lindsay)
Ihr Name ist Leslie Hornby, die Rede ist von Twiggy, dem superdünnem Topmodell der 60er Jahre. Sie hat den Minirock zwar nicht erfunden, aber sie hat ihn rund um den Globus populär gemacht. Erfunden hat ihn 1963 Mary Quan. Der Minirock ist das Kleidungsstück zu dem keine Frau Nein sagen kann, letztendlich auch deswegen, weil das weibliche Knie das Körperteil ist, dem man das Fortschreiten des Alters nicht ansieht.
Es lebe der Minirock und die Frauen, die ihn
tragen.